Übersicht Fundstellen Urteile/Beschlüsse Drogen ab dem Jahr 2005 - Stand 22.06.2010

  Gericht Datum Aktenzeichen Inhaltsbeschreibung
    2010    
VGH Mannheim 22.06.2010 10 S 1112/10 Drogen - Beurteilung eines Drogengutachtens unter Heranziehung der Beurteilungskriterien
OVG Münster 01.06.2010 16 B 428/10 Drogen - Aussagen zur Bewertung des gewohnheitsmäßigen Cannabiskonsums
    2009    
OVG Koblenz 02.09.2009 10 B 10716/09 Drogen - Ein fachärztliches Gutachten in der Art einer psychologischen Bewertung kann keine med.-psy. Begutachtung ersetzen. Ein fachärztliches Gutachten darf nicht über die Ausgangsfrage der Verwaltungsbehörde, die sich auf die Ermittlung des Konsumverhaltens bezieht hinausgehen.
VG Mainz 18.08.2009 3 L 735/09 Drogen - Schon bei einer zweimaligen Einnahme ist von einem gelegentlichen Konsum von Cannabis auszugehen.
Anmerkung:
Das VG Mainz folgt der Einschätzung des OVG Koblenz bei der Einstufung eines gelegentlichen Konsums bei der Feststellung von einem THC-COOH-Wert > 10 ng/ml . Dies entspricht nicht mehr den aktuellen wissenschaftlichen
Erkenntnissen.
-- OVG Schleswig 12.08.2009 3 B 109 / 09 Drogen - Die Aussage, daß Amphetamin durch die Bedienung eines Eis-Cafes unbemerkt zugeführt wurde, ist als "üblichste aller Schutzbehauptungen" einzustufen.
OVG Lüneburg 11.08.2009 12 ME 159/09 Drogen - Daß ein festgestellter Benzoylecgoninwert von 31,4 ng/ml weit unter dem von der beim Bundesministerium für Verkehr angesiedelten Kommission empfohlenen analytischen Grenzwert von 75 ng/ml liegt, ist ohne Bedeutung.
Unter Zugrundelegung der Vorbemerkungen zur Anlage 4 der feV bedarf es keiner weiteren Begutachtung wenn der Konsum von harten Drogen (hier Cocain) aus anderen Gründen feststeht.
VG Ansbach 05.08.2009 AN 10 S 09.01188 Drogen - Der Konsum harter Drogen - hier Amphetamin - führt zur Entziehung der Fahrerlaubnis.
Ein Ordnungswidrigkeitsverfahren nach § 24a StVG hemmt die Fahrerlaubnisbehörde weder durch § 3 Abs.3 noch Abs.4 StVG.
OVG Münster 29.07.2009 16 B 895/09 Drogen - Zur Beurteilung von Aussagen zum Konsumverhalten bei einem erstmalig auffälligen Cannabiskonsumenten
Anmerkung:
Auch das OVG NRW folgt der Auffassung, dass Ausführungen von Betroffenen den gelegentlichen Konsum von Cannabisprodukten sicher - durch nachvollziehbare (substanziierte) Aussagen - ausschließen muss.
VG Neustadt 07.07.2009 3 L 596/09 Drogen - Das Ergebnis eines positiven Schnelltests auf THC und Amphetamin kann dann in einem Verwaltungsverfehren berücksichtigt werden, wenn zusätzliche Sachverhalte - hier durch Bestätigung des Betroffenen in einem Vernehmungsprotokoll - dieses Ergebnis stützen und bestätigen. Dies auch dann, wenn das anschließende GC/MS-Gutachten den Schnelltest nicht bestätigt.
VG Neustadt 29.06.2009 3 K 217/09 Drogen - Zur Bewertung des Konsums von "Mate de Coca" Tee
VG Frankfurt/Oder 25.06.2009 2 L 91/09 Drogen - Der gleichzeitige Konsum von Alkohol und Cannabis (sogenannter "Mischkonsum" nach Anlage 4 Nr.9.2.2) führt zum Eignungsausschluss und zur Entziehung der Fahrerlaubnis
OVG Greifswald 24.06.2009 1 M 87/09 Drogen - Die rechtsmedizinische Feststellung einer Konzentration von Amphetamin oder Kokain im Blut eines Kraftfahrzeugführers stellt ein ärztliches Gutachten in diesem Sinne bzw. nach Vorbemerkung Nr. 2 zur Anlage 4 FeV dar und ist ausreichend die fahrerlaubnis zu entziehen, unabhägig von der Feststellung der Konzentration zum Entnahmezeitpunkt.
OVG Koblenz 23.06.2009 10 D 10520/09 Drogen - Gelegentlicher Konsum liegt ab 10ng/ml THC-COOH vor .
VG Gelsenkirchen 15.06.2009 7 L 491/09 Drogen - Ein auf einer falschen Tatsachengrundlage - hier gefälschte Abstinenznachweise - erstelltes Gutachten ist nicht geeignet, die Kraftfahreignung des Antragstellers zu belegen.Die danach berechtigt bestehenden Zweifel an der Kraftfahreignung wegen Drogenkonsums können nur durch die Vorlage eines weiteren medizinisch-psychologischen Gutachtens ausräumen, durch die zu klären seien wird, ob er weiterhin Betäubungsmittel einnimmt und ob ein stabiler Einstellungswandel stattgefunden hat.
Dies auch dann wenn die erste Gutachten bereits 4 Jahre zurückliegt.
VG Berlin-Brandenburg 10.06.2009 1 S 97/09 Drogen - Einmaliger Konsum von Kokain rechtfertigt die Entziehung der Fahrerlaubnis
OVG Münster 15.05.2009 16B 114/09 Drogen - Die Aussage "ganz selten", "vielleicht zwei, drei Mal im Jahr" Marihuana konsumiert und in zwei Fällen Marihuana für den Eigenbedarf einmal für 10 Euro und einmal für 15 Euro gekauft zu haben rechtfertigt keine Überprüfungsmassnahme.
Eine selbstständige zwingende Frist
ist deutlich in einem Anordnungsschreiben darzulegen und darf in der Gesamtanordnung nicht untergehen.
VG Neustadt 07.05.2009 3 L 315/09 Drogen - Zur Bewertung der Droge SPICE
OVG Bautzen 06.05.2009 3 B 1/09 Drogen - Bei der Einnahme von Arzneimittel - hier Benzodiazepine wie Diazepam bzw. Nordiazepam, die Stoffe enthalten, welche Betäubungsmittel im Sinne der Anlage III zu § 1 Abs. 1 BtMG sind, kann die fehlende Fahreignung nicht schon aus der ein- oder mehrmaligen Einnahme von Betäubungsmitteln nach Nr. 9.1 Anlage 4 FeV hergeleitet werden, da insoweit der in Nr. 9.4 Anlage 4 FeV definierte Eignungsmangel mit dem Merkmal der missbräuchlichen Einnahme von psychoaktiv wirkenden Arzneimitteln eine speziellere Anforderung normiert.
VG Ansbach 20.04.2009 AN 10 S 09.00461 Drogen - Ein gelegentlicher Cannabiskonsum ist auch dann gegeben, wenn zwischen einzelnen Konsumakten mehr als ein Jahr verstrichen ist. Die zusätzliche Feststellung von 0,18 Promille Alkohol festigt die Annahme von EIgnungsbedenken nach Anlage 4 Nr.9.2.2
VG München 16.04.2009 M 6a S 09.1196 Drogen - Nach dem Konsum von Amphetamin ist grundsätzlich ein Jahr Abstinenz zu fordern.
OVG Saarlouis 14.04.2009 1 B 269/09 Drogen - Über welchen Zeitraum ein geändertes Konsumverhalten nachgewiesen werden muss, um wieder als fahrgeeignet angesehen werden zu können, ist für Fälle der Anlage 4 Nr.9.2.2 in der Fahrerlaubnisverordnung allerdings nicht ausdrücklich geregelt. Nr. 9.5 der Anlage 4 FeV, wonach die Fahreignung - erst - nach Entgiftung und Entwöhnung und anschließender einjähriger Abstinenz wieder zu bejahen ist, dürfte sich unmittelbar nur auf Fälle beziehen, in denen Betäubungsmittelabhängigkeit bestand.
Eine Abstinenzzeit von etwa drei Monaten ist zu kurz, als dass sie geeignet wäre, die Annahme zu rechtfertigen, der Antragsteller sei derzeit schon wieder fahrgeeignet.
Anmerkung:
Leider führt das OVG in seiner Entscheidung nicht aus, warum es auf der einen Seite die Sichtweise des VGH München nicht teilt, auf der anderen Seite aber 3 Monate als nicht ausreichend ansieht, einen Eignungsnachweis bringen zu können.
VG München 02.04.2009 M 6a S.09.608 Drogen - Mischkonsum von Cannabis und Alkohol (0,28 %o). Anordnung einer MPU, da der THC-Wert unter 2 ng/ml lag und ein Jahr seit dem Vorfall vergangen war.
Anmerkung:
Das VG führt aus, daß es angesichts derwidersprüchlichen Angaben und des eingeräumten zweimaligen Konsums von Cannabis zumindest von gelegentlichem Cannabiskonsum und somit von einer Drogengefährdung ausgeht. Es sollte dabei nicht von der Drogengefährdung im Sinne der Beurteilungskriterien ausgegangen werden, da diese Hypothese des Konsumverhaltens von anderen Grundlagen ausgeht.
Interessant die zeitgleiche Zulassung der Verwarnung nach § 4 StVG und einer Eignungsüberprüfung nach § 14 FeV
VGH München 27.03.2009 11 CS 09.85 Drogen - Bereits der einmalige Amphetaminkonsum hat gemäß der ständigen Rechtsprechung des Senats nach Nr. 9.1 der Anlage 4 zur FeV die Fahrungeeignetheit zur Folge, ohne dass die Behörde zu weiterer Sachverhaltsaufklärung verpflichtet ist.
VG Neustadt 24.03.2009 3 L 211/09 Drogen - Das Vorbringen des Antragstellers, anlässlich eines Besuchs der Diskothek müsse ihm ein Dritter unbemerkt „etwas in sein Glas geschüttet" haben, ist als reine Schutzbehauptung zu werten.
OVG Koblenz 23.03.2009 10 B 10021/09 Drogen - Wenn durch Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung 2009 nachgewiesenwird, daß Diazepam-Tabletten verordnet wurden, hat die Antragstellerin hat damit ihr Vorbringen glaubhaft gemacht, dass sie Diazepam nur aus medizinischen Gründen zu sich genommen hat. Dies rechtfertigt keine Maßnahme der Verwaltungsbehörde.
VG München 13.03.2009 M 1 S 09.696 Drogen - Bei Methamphetamin (Crystal-Speed) handelt es sich um ein Betäubungsmittel im Sinne von § 1 Abs. 1 BtMG i.V.m. der Anlage 2 zum BtMG. Das Ergebnis eines durchgeführten Drogenschnelltests mit dem Urin des Antragstellers und das Ergebnis der entnommenen Blutprobe stehen in Einklang mit dem vom Antragsteller eingeräumten Konsum von Methamphetamin.
VG Saarlouis 06.03.2009 10 L 80/09 Drogen - 100 ng/ml THC-COOH als Grenze für den gelegentlichen Konsum von Cannabis
VG Frankfurt/Oder 05.03.2009 2 L 35/09 Drogen - Die Aufforderung eine medizinische Untersuchung durchführen zu lassen kann schon bei Erwerb einer geringen Haschischmenge gerechtfertigt sein, die für den Eigengebrauch spricht. Dies setzt jedoch voraus, dass weitere Umstände eine Klärung geboten erscheinen lassen, ob regelmäßiger Konsum vorliegt.
Bei einer sichergestellten Menge von 0,9 g Marihuana handelte es sich um eine nach der Verkehrsauffassung „geringe Menge"; diese stellte bei angenommener mittlerer Wirkstoffkonzentration ungefähr 2 Konsumeinheiten dar
VGH München 02.03.2009 11 CS 08.3150 Drogen -Der VGH München differenziert bei einer Begutachtung zwischen der Frage der Wiedererlangung der Fahreignung (Abstinenznachweis) und der Frage, ob der Antragsteller die Fahreignung verloren hat.
Entsprechend dieser Differenzierung hat der Gutachter auch in seiner Begutachtung zu differenzieren.
Dieser Ansatz die Fahreignung sei wegen des fehlenden Abstinenznachweises noch nicht wiedererlangt. wird der Aufgabenstellung hinsichtlich des Verlustes der Fahreignung nicht gerecht.
BVerwG 26.02.2009 3 C 1.08 Drogen - Zur Definition des regelmäßigen Konsums von Cannabis
Anmerkung:
Das BVerwG führt neben dem täglichen oder fast täglichen Konsum auch den gewohnheitsmäßigen Konsum auf, ohne allerdings diesen weiter zu bewerten, da im vorliegenden Fall die quantitative Bewertung ausreichend war.
VG Osnabrück 20.02.2009 6 A 65/08 Drogen - Verwertbarkeit des Ergebnisses einer von der Polizei angeordneten Blutentnahme; Behauptung eines unbewussten Drogenkonsums.
VG Ansbach 18.02.2009 AN 10 S 09.00062 Drogen - Behandlung eines Falles nach Anlage 4 Nr.9.2.2
OVG Schleswig 17.02.2009 4 LB 6/08 Drogen - Cannabis
VG Saarlouis 11.02.2009 10 L 1915/08 Drogen - Aussagekraft einer Haaranalyse bei der Zuordnung zum Konsumverhalten bei Cannabis
OVG Koblenz 11.02.2009 10 B 10073/09 Drogen - Ab 150 ng/ml THC-COOH kann von regelmäßigem Konsum von Cannabis ausgegangen werden.
OVG Lüneburg 10.02.2009 12 ME 361/08 Drogen - Das OVG schließt sich der Tendenz der sonstigen oberverwaltungsrechtlichen Rechtsprechung an und tendiert zur Annahme des gelegentlichen Konsums ab 100 ng/ml THC-COOH
VG München 06.02.2009 M 6b K 08.581 Drogen - Cannabis
VGH München 04.02.2009 11 CS 08.2591 Drogen -Cannabis
VG Schleswig 03.02.2009 3 A 155/08 Drogen - Cannabis
VGH München 02.02.2009 11 CS 08.2319 Drogen - Entzug der Fahrerlaubnis aufgrund mehrerer Fahreten unter Cannabis neben den Maßnahmen des § 2a StVG.
VG München 20.01.2009 M 6a K 08.417 Drogen - Zum Mischkonsum von Alkohol und Cannabis
VGH München 07.01.2009 11 CS 08.1545 Drogen - Cannabis
    2008    
VG Neustadt 23.12.2008 3 L 1425/08 Drogen - Es bedarf im Hinblick darauf, dass die Kombination von einmaligem Cannabiskonsum, anschließender Verkehrsteilnahme unter Einwirkung des einmalig konsumierten Stoffes und schließlich der Feststellung dieses Umstandes bei einer polizeilichen Verkehrskontrolle eher selten auftreten dürfte, einer ausdrücklichen Behauptung mit substantiierten Darlegungen dazu, dass es sich bei der festgestellten Einnahme von Drogen um einen einmaligen Konsum gehandelt hat.
VG Neustadt 12.12.2008 3 L 1284/08 Drogen - Diazepam kann lediglich aus medizinischen Gründen und auf der Grundlage einer entsprechenden ärztlichen Verordnung eingenommen werden. In diesem Fall ist es als Medikament bei entsprechend geringer Dosierung von der Geltung des Betäubungsmittelgesetzes freigestellt und fällt im Regelfall nicht unter Anlage 4 Nr.9.1.
OVG Koblenz 03.12.2008 10 B 11131/08 Drogen - Zur Feststellung des Drogenkonsumverhaltens kann nach einer fachärztlichen Begutachtung keine ergänzende psychologische Untersuchung durchgeführt werden
Anmerkung:
Der Gutachter führt in seinem Gutachten aus, dass er die Aussagen der Betroffenen als hochgradig unglaubwürdig hält. Die Ausführungen zum Tatbestand waren widersprüchlich und er empfiehlt zur Überprüfung der Glaubwürdigkeitszweifel eine detaillierte psychologische Befragung. Dieser Sachverhalt wird vom Gericht nicht gewürdigt.
VG Schleswig 02.12.2008 3 B 188/08 Drogen - Cannabis
VGH München 25.11.2008 11 CS 08.2238 Drogen - Cannabis
VGH München 24.11.2008 11 CS 08.2665 Drogen -
OVG Koblenz 21.11.2008 10 B 11149/08

Drogen - Der alleinige Konsm von ca 10 gr. Cannabis reicht nicht aus, um aufgrund des darauf basierenden Verdachts eines regelmäßigen Konsums ein fachärztliches Gutachten anzuordnen. ohne dass weitere Anhaltspunkte auf einen Konsum von Cannabisprodukten hindeuten.
Anmerkung:
Folgt man den Ausführungen des OVG kann der einmalig festgestellte Besitz irgendeiner Menge von Cannabisprodukten keine Anordnung eines fachärztlichen Gutachtens zur Feststellung des Konsumverhaltens rechtfertigen, wenn nicht zusätzliche Tatsachen auf einen tatsächlichen Konsum hindeuten.

VGH München 17.11.2008 11 CS 08.2157 Drogen - Cannabis
VG Oldenburg 17.11.2008 7 B 2875/08 Drogen - Ein THC-COOH-Wert von 88,6 ng/ml in einer anlassbezogenen, kurz nach dem Cannabiskonsum entnommenen Blutprobe rechtfertigt alleine nicht den Schluss auf die "Gelegentlichkeit" des Konsums
Anmerkung:
Das VG setzt sich sehr intensiv mit der Rechtsprechung zur Bewertung des THC-COOH-Wertes hinsichlich der Bewertung des gelegentlichen Konsums auseinander.
VG Ansbach 03.11.2008 AN 10 S 08.00561 Drogen - Auf Grund von mindestens zwei Konsumhandlungen innerhalb von 2-3 Monaten ist zweifelsfrei davon auszugehen, dass ein gelegentlicher Cannabiskonsum im Sinne dieser Vorschrift vorliegt.
OVG Münster 31.10.2008 16 B 978/08 Drogen - Da es bis heute nicht hinreichend geklärt, wie sich der Konsum von Khat auf die Kraftfahreignung
auswirkt, scheidet die Regelannahme nach Nr. 9.1 der Anlage 4 zur Fahrerlaubnisverordnung aus, dass sich ein Khatkonsument als zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet erwiesen hat.
Es bleibt trotzdem im Einzelfall zu prüfen, ob trotz fehlender Klärung der Auswirkungen
eines Khatkonsums erhebliche Zweifel an der Kraftfahreignung des Khatkonsumenten bestehen und ob demzufolge die Fahrerlaubnis zu entziehen oder eine Eignungsüberprüfung einzuleiten ist.
VG Mainz 02.10.2008 7 L 772/08 Drogen - Zur Anordnung eines fachärztlichen Gutachten zur Abklärung des Drogenkonsumverhaltens aufgrund des Besitzes von ca. 10 gr. Cannabis
VGH München 30.09.2008 11 CS 08.2501 Drogen - Der VGH legt in dieser Entscheidung noch einmal ausführlich die Differenzierung zwischen den einzelnen Konsummustern (einmalig/experimentell - gelegentlicher Konsum) bei Canabis dar.
Auch in dieser Entscheidung werden wieder Einlassungen des Betroffenen als Entscheidungsgrundlage herangezogen
VG Neustadt 25.09.2008 3 L 922/08 Drogen - Notwendigkeit einer ergänzenden med.-psy. Begutachtung aufgrund der Empfehlung des Facharztes im fachärztlichen Gutachten.
Eine Verlängerung der Vorlagefrist zur Vorlage des Gutachtens unter Bezug auf eine erforderliche therapeutische Intervention wurde zulässigerweise abgelehnt.
VGH Kassel 24.09.2008 2 B 1365/08 Drogen - Ein THC-COOH-Wert unter 100 ng/ml kann nicht ausreichend sicher den gelegentlichen Cannabiskonsum belegen. Auch aufgrund unglaubwürdiger Konsumangaben kann nicht automatisch auf die Gelegentlichkeit geschlossen werden.
OVG Koblenz 24.09.2008 10 B 10975/08 Drogen - Der einmalige Konsum von Cocain ist ausreichend um vom Regelfall der Ungeeignetheit auszugehen.
VGH München 23.09.2008 11 CS 08.1622 Drogen - Die zweimalige Einnahme von Cannabis rechtfertigt die Annahme des gelegentlichen Cannabiskonsums, auch wenn dies e Konsumereignisse 3 Jahre auseinanderliegen.
VG Ansbach 18.09.2008 AN 10 S 08.01442 Drogen - Die Weigerung eines Antragstellers die objektive Feststellung seines bisherigen Konsumverhaltens dadurch zu verhindern, dass er die Kosten für die hierfür notwendige Haaruntersuchung nicht zahlt, führt im Ergebnis dazu, daß es dem Gutachter nachvollziehbar an einem wesentlichen Argumentationsglied fehlt, um ein fehlendes Trennungsvermögen, widerlegen zu können.
OVG Münster 15.09.2008 16 A 58/08 Drogen - Zur fehlenden Kraftfahreignung bei nur gelegentlicher Einnahme von Cannabis, wenn bei dem Betroffenen ein Kontrollverlust festzustellen ist
VGH München 08.09.2008 11 CS 08.2062 Drogen - Fststellung der "Gelegentlichkeit" eines Cannabiskonsums aufgrund eingestandener Einnahme dieses Betäubungsmittels am Vortag des polizeilichen Aufgriffs
Zur Widerlegung eines Geständnisses bedarf es einer eindeutigen Distanzierung von diesem Geständnis
VGH München 01.09.2008 11 CS 08.1188 Drogen - Die Untersagung zum Führen eines Mofa's ( Cannabiskonsum) ist sachgerecht, denn es geht beim Führen fahrerlaubnisfreier ebenso wie beim Führen fahrerlaubnispflichtiger Fahrzeuge um eine Teilnahme am Straßenverkehr und die dafür erforderliche Umsicht, Aufnahme- und Reaktionsfähigkeit.
VG Neustadt 29.08.2008 3 L 897/08 Drogen - Tatsachen, die auf regelmäßigen Konsum von Cannabis hinweisen
VG Gelsenkirchen 27.08.2008 7 L 916/08 Drogen - Wenn ein Fahrerlaubnisinhaber erklärt, dass er wegen des Konsums von Cannabis seine Schulausbildung nicht ordnungsgemäß fortführen können, und darüber hinaus ausführt, während der Cannabiseinnahme so viel Alkohol konsumiert zu haben,dass er schon deshalb temporär fahruntüchtig gewesen sei, rechtfertigt dies die Anordnung der Beibringung eines medizinisch psychologischen Gutachtens
VG Gelsenkirchen 08.08.2008 9 L 870/08 Drogen - Jedenfalls bis zum Ablauf der einjährigen Abstinenzfrist nach Nr. 9.5. Anlage 4 FeV kann von der Nichteignung des Betroffenen nach § 11 Abs. 7 FeV ausgegangen werden.
OVG Koblenz 01.08.2008 10 B 10646/08 Drogen - Bereits die einmalige Einnahme eines Betäubungsmittels nach dem Betäubungsmittelgesetz außer Cannabis begründet Ungeeignetheit oder Eignungszweifel. Weiterhin finden sich in der Entscheidung Ausführungen zur Bewertung der Vorbemerkungen zur Anlage 4 zur FeV
VG Neustadt 31.07.2008 3 L 814/08 Drogen - Bereits die einmalige Einnahme eines Betäubungsmittels nach dem Betäubungsmittelgesetz außer Cannabis begründet Ungeeignetheit oder Eignungszweifel.
VG Frankfurt/Oder 28.07.2008 2 L 13/08 Verfahren - Entzug der Fahrerlaubnis wegen Nichtvorlage Drogenscreening. Das VG stuft die Anordnung eines Drogenscreenings als Anordnung eines fachärztlichen Gutachtens ein.
OVG Koblenz 25.07.2008 10 B 10646/08 Drogen - Bereits die einmalige Einnahme eines Betäubungsmittels nach dem Betäubungsmittelgesetz außer Cannabis begründet Ungeeignetheit oder Eignungszweifel.
VG Hamburg 23.07.2008 15 E 1783/08 Drogen - Methadon-Substitution
VG Frankfurt 18.07.2008 12 L 1565/08 Drogen - Zur Aufklärung von Konsumverhalten und Einstellung eines Drogenkonsumenten kann der fachärztlichen Begutachtung eine medizinisch-psychologische Begutachtung folgen.
VG Saarlouis 08.07.2008 10 L 518/08 Drogen -
VG Neustadt 07.07.2008 6 L 688/08 Drogen - Wenn nach eigenen Angaben des Betroffenen feststeht, dass er in der Vergangenheit Amphetamin konsumierte hat (ein Betäubungsmittel, aus dessen auch nur einmaliger Einnahme sich in der Regel die Ungeeignetheit zum Führen von Kraftfahrzeugen ergibt unabhängig davon, ob ein Kraftfahrzeug unter Drogeneinfluss gefahren wurde oder nicht ) rechtfertigt dies die Anordnung eines med.-psy. Begutachtung
VGH München 30.06.2008 11 CS 08.339 Drogen - Anordnung einer med.-psych. Begutachtung aufgrund eines länger zurückliegendem regelmäßigem Cannabiskonsums
VG Mainz 23.06.2008 7 L 558/08 Drogen - Nach einer Fall nach Anlage 4 Nr.9.2.2 (Führen eines Kfz unter Cannabis ohne dass "Regelmäßigkeit" vorliegt) kommt die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis in der Regel erst ein Jahr nach Abschluss einer nachgewiesenen Entwöhnung in Betracht
VG Freiburg 19.06.2008 1 K 1008-08 Drogen - "...Auf den Widerspruch des Antragstellers hin werden damit aber sehr wahrscheinlich die Entziehungsverfügung aufzuheben und die Fahrerlaubnis durch nachträgliche Auflagen gemäß § 46 Abs. 2 FeV betreffend die Durchführung weiterer verkehrstherapeutischer Sitzungen, weitere Drogenscreenings sowie schließlich ein abschließendes medizinisch-psychologisches Gutachten zwecks Frage nach Wiedererlangung der vollen Eignung zu ergänzen sein ..."
VGH München 13.06.2008 11 CS 08.633 Drogen -
VG Augsburg 04.06.2008 Au 3 S 08.645 Drogen -
OVG Koblenz 03.06.2008 10 B 10356-08 Drogen - Die Entziehung einer Fahrerlaubnis wegen Nichtbeibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens, das dem Betroffenen erst knapp 3 Jahre, nachdem bei ihm bei einer Verkehrskontrolle der Mischkonsum von Amphetamin, Cannabis und Alkohol festgestellt worden war, aufgegeben wurde, ist rechtmäßig
VG Saarlouis 30.05.2008 10 L 304-08 Drogen -
OVG Saarland 14.05.2008 1 B 191/08 Drogen - "...Bereits die einmalige Einnahme von Kokain hat demnach den Verlust der Fahreignung zur Folge, weil sie zu einer signifikanten Erhöhung der Straßenverkehrsgefährdung führt. ..:"
VGH München 24.04.2008 11 CS 08.347 Drogen - MEDIKAMENT
VG Neustadt 18.04.2008 3 K 12/08 Drogen - Methadon-Substitution
OVG Schleswig 08.04.2008 4 MB 35/08 Drogen - Zur Bewertung der Gelegentlichkeit aufgrund von eigenen Einlassungen
OVG Lüneburg 01.04.2008 12 ME 35/08 Drogen - Eignungsüberprüfung eines Radfahrers u.a. wegen Einnahme von Betäubungsmitteln . Bewertung der Teilnahme an einem "Subutex-Programm"
OVG Schleswig 18.03.2008 4 MB 32/08 Drogen - "... Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats widerspräche es jeglicher Lebenserfahrung, anzunehmen, dass ein Verkehrsteilnehmer, der unstreitig unter Cannabis-Einfluss am Straßenverkehr teilgenommen hat, bereits nach dem erst- und einmaligen Konsum von Cannabis in eine polizeiliche Verkehrskontrolle gerät, obgleich fachspezifische Untersuchungen zum gleichgelagerten Problemkreis der Verkehrsteilnehmer unter Alkoholeinfluss - angesichts fehlender polizeilicher „Kontrolldichte" ohne Weiteres plausibel und nachvollziehbar - zum Ergebnis haben, dass auf eine polizeilich festgestellte Verkehrsteilnahme unter Alkoholeinfluss hunderte solcher entfallen, die unentdeckt bleiben beziehungsweise geblieben sind.
1 ng/ml THC oder mehr (hier 2,74 ng/ml) manifestieren schon für sich genommen ein fehlendes Trennungsvermögen im Sinne einer unzureichenden Bereitschaft, vom Führen eines Kraftfahrzeuges im öffentli chen Straßenverkehr ungeachtet einer im Einzelfall anzunehmenden oder jedenfalls nicht auszuschließenden drogenbedingten Fahruntüchtigkeit abzusehen. ..."
VG Kassel 10.03.2008 2 L 230/08 Drogen - Bewertung des Kokain-Konsum
VGH München 07.03.2008 11 CS 08.346 Drogen - Fachärztliche Gutachten zur Bestimmung des Konsumverhaltens sind nur durch Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes (§ 11 Abs. 2 Satz 3 Nr. 2 FeV), Ärzte mit der Gebietsbezeichnung "Facharzt für Rechtsmedizin" (§ 11 Abs. 2 Satz 3 Nr. 4 FeV) und Ärzte in Begutachtungsstellen für Fahreignung, die die Anforderungen der Anlage 14 zur Fahrerlaubnis-Verordnung erfüllen durchzuführen.
Verfahren - Entsprechend § 11 Abs.2 FeV ist die Fahrerlaubnisbehörde berechtigt, die zu untersuchende Stelle zu bestimmen.
VG Gelsenkirchen 05.03.2008 7 L 211/08 Drogen -
VG Schleswig 03.03.2008 3 B 18/08 Drogen - Zur Bewertung des gelegentlichen Konsums
VG Schleswig 25.02.2008 3 B 20/08 Drogen - "...Die Kammer geht davon aus, dass ab einem gemessenen THC-Wert von 1,0 ng/ml im Zusammenhang mit dem Führen eines Kraftfahrzeuges dies als ein Beleg für eine mangelnde Trennungsfähigkeit im Sinne der Nr, 9.2.2 der Anlage 4 zur FeV angesehen werden kann. ..."
OVG Berlin-Brandenburg 15.02.2008 1 S 186-07 Drogen - Grenzwerte der Grenzwertkommission haben nur Regelungschrakter innerhalb der Anwendung des § 24a StVG ; haben jedoch keine Grundlage für die Beurteilung der Kraftfahreignung
VG Saarlouis 14.02.2008 10 L 2082/07 Drogen -
VG Sigmaringen 13.02.2008 5 K 416/06 Drogen - Im Falle eines gelegentlichen Konsums von Cannabis eines zusätzlichen Alkoholkonsums in Form von Wodka und eine weitere Fahrt unter Cannabis trotz Hinweis der Polizei daßß die nächsten 24 Stunden keine weitere Fahrt stattfinden sollte rechtfertigt die Anordnung einer med.-psy. Begutachtung.
Anmerkung: Das entscheidende Gericht legt leider die Daltrup-Tabelle als Maßstab für die Einschätzung des gelegentlichen Konsums zugrunde ohne dabei das entsprechende Procedere zu berücksichtigen. Im vorliegenden Fall kann aufgrund der Werte nicht von der Gelegentlichkeit ausgegangen werden. Auch die Aussage, dass im zu entscheidenden Fall von einem Fortbestehen der Ungeeignetheit mindestens für ein Jahr auszugehen ist unter Zugrundelegung der Beurteilungskriterien als kritisch anzusehen.
VGH München 08.02.2008 11 CS 07.3017 Drogen - Eine "regelmäßige" Einnahme von Cannabis über einen Zeitraum von 4-5 Monaten kann die Ungeeignetheit begründen. Ein Wiedererlangungseinwand durch den Betroffenen verlangt von der entscheidenden Behörde eine Sachverhaltsaufklärung. Ist der erforderliche Abstinenzzeitraum zur Wiederherstellungsmöglichkeit der Eignung noch nicht erfüllt ist im Regelfall keine weitere Sachverhaltsaufklärung erforderlich. Dazu müssten besondere Umstände (atypische Sachverhalte) geltend gemacht werden.
Anmerkung: Interessant in dieser Entscheidung die Ausführungen zur Wertigkeit der Fremdbestimmtheit von Drogenscreenings
VG Neustadt 07.02.2008 3 L 115/08 Drogen -
VG Gelsenkirchen 05.02.2008 7 L 33/08 Drogen -  Der einmalige Konsum von Kokain schließt die Kraftfahreignung grundsätzlich aus. Aufgrund von bestimmten Zeitablauf können nur noch Eignungsmängel angenommen werden. Auf die finanziellen Möglichkeiten des zu Überprüfenden kann keine Rücksicht genommen werden.
VGH München 04.02.2008 11 CS 07.2965 Drogen - Eine „fortgeschrittene Drogenproblematik“ die auf multiplem Betäubungsmittelkonsum im Sinne der Beurteilungskriterien beruht, setzt eine einjährigen Abstinenzzeit voraus .
Anmerkung: In dieser Entscheidung wird nochmals sehr gut nachvollziehbar die Auffassung des VGH zur Bewertung der Anlage 4 Nr.9.5 in Bezug auf die Bewertung eines erforderlichen Abstinenznachweises zur Bewertung der möglichen Wiedergewinnung der Eignung und die Wertigkeit der Beurteilungskriterien dargestellt.
VGH München 22.01.2008 11 CS 07.2766

Drogen - Es ist Ermittlungspflicht durch die Fahrerlaubnisbehörden gegeben, wenn ein Anfangsverdacht den Besitz von harten Drogen - hier Amphetamin - gegeben ist, deshalb sind auch ohne des Beweises von Besitz einer Droge nach dem Betäubungsmittelgesetz zumindest während des Hauptsacheverfahrens die Anordnung von Drogenscreenings zulässig.
Anmerkung: Der Entscheidung des Gerichtes liegt eine Aussage eines Beschuldigten ( ein sogenannter "Anfangsverdacht" )zugrunde, der den Betroffenen des Besitzes von Amphetamin beschuldigt hat. Weiter lagen der Verwaltungsbehörde keine Anhaltspunkte vor um das ursprünglich angeordnete fachärztliche Gutachten anzuordnen. Der Verwaltungsbehörde nun im Hauptsacheverfahren während der Dauer der aufschiebenden Wirkung die Anordnung von vierteljährlichen Drogenscreenings einzuräumen um ihr damit zu ermöglichen, die Behauptung des Betroffenen zu überprüfen, daß er keine harten Drogen konsumiert ist zumindest als "harte Linie" einzustufen, vor allem dann wenn man bedenkt, dass die Kosten der Screenings der Betroffenen zu tragen hat, selbst wenn er im Hauptsacheverfahren "gewinnen" sollte. Erschwerend kommt noch die Ansicht des VGH hinzu, daß es als ungeklärt angesehen werden muss, ob die Voraussetzungen für die ursprüngliche Gutachtenanordnung überhaupt vorgelegen haben. Es stellt sich auch die Frage, wo die Verwaltungsbehörde (auch) in anderen Bereichen den Anfangsverdacht setzt ?

VGH München 18.01.2008 11 CS 07.3066 Drogen - Bei einer Fahrt unter Cannabis und einem nachgewiesenen THC-Werten zwischen 1 und 2 ng/ml ist die Anordnung eines med.-psy. Gutachtens zur Klärung der Frage, inwieweit der Betroffene zukünftig zwischen der Einnahme von Cannabis und dem Führen eines Kraftfahrzeuges trennen kann zulässig, sofern von gelegentlichem Konsum - hier aufgrund der eigenen Aussagen - ausgegangen werden kann.
Anmerkung: Der VGH hat in dieser Entscheidung sehr gut dargelegt warum die Aussagen des Betroffenen auch ohne ein von dem Betroffenen unterschriebenes Protokoll für die Bewertung des gelegentlichen Konsums zugrundegelegt werden können.
VGH München 11.01.2008 11 CS 07.3000 Drogen - Einer protokollierten und vom Betroffenen unterschriebenen Aussage bei der Polizei nach einem Amphetaminkonsum ist ein hoher Stellenwert zuzurechnen und macht eine Bestätigung durch eine Begutachtung nach den Vorbemerkungen zur Anlage 4 im Regelfall entbehrlich.
Die tatsächlich konsumierte Menge eines Betäubungsmittels ist für die Eignungsentscheidung durch die Verwaltungsbehörde unerheblich
VG Kassel 09.01.2008 2 G 1754/07 Drogen - Die nachträgliche Einlassung, daß eine Aussage aus strategischen Gründen gemacht wurde, wird als Schutzbehauptung gewertet
 OVG Koblenz 09.01.2008  10 B 11191/07 Drogen - Eignungsüberprüfung bei der Einnahme von Diazepam als Arzneimittel. Es ist zulässig einen Diazepamkonsumenten mittels einer med.-psy. Begutachtung zu überprüfen, wenn es Anlass für die Annahme gibt, dass der Betroffene nicht verantwortlich mit der Medikamentation umgeht.
    2007    
VG Hannover 21.12.2007 9 B 4217/07 Drogen - Die Ungeeignetheit zum Führen von Fahrzeugen beurteilt sich nach den selben Grundlagen, die auch bei der Beurteilung eines Fahrerlaubnisinhabers herangezogen werden.
Anmerkung: Das Gericht läßt sich ergänzend dazu aus wie ggf. das Ermessen durch Auflagen oder Beschränkungen ausgeübt werden kann und in welchen Fällen dies nicht möglich ist.
OVG Schleswig 11.12.2007 4 MB 94/07 Drogen -
VGH München 10.12.2007 11 CS 07.2905 Drogen - Die Einlassung im Entziehungsverfahren, unwissentlich Amphetamin zu sich genommen zu haben, weil irgendjemand etwas in eine unbeaufsichtigtes Glas hineingegeben hat ist grundsätzlich als Schutzbehauptung zu bewerten wenn nicht konkrete besondere Umstände diese Einlassung stützt.
Anmerkung: Der VGH führt in dieser Entscheidung sehr umfangreich aus, unter welchen Umständen eine derartige Einlassung zu berücksichtigen wäre
OVG Koblenz 07.12.2007 10 B 11164/07 Drogen -
VG München
07.12.2007
M 6a K 06.595
Drogen - Das Gericht hat im Rechtsstreitverfahren folgenden Beweisbeschluss erlassen:
"... Es ist Beweis zu erheben über die Frage, ob der Kläger am ... Januar 2006 zum Führen von Kraftfahrzeugen der Klasse B geeignet war, insbesondere ob er einen stabilen Einstellungswandel vollzogen hatte, der es ihm nunmehr erlaubt, zuverlässig zwischen Cannabiskonsum und Fahren zu trennen durch Einholung eines psychologischen Gutachtens.
VG Cottbus 06.12.2007 2 L 270/07 Drogen - Die Ziffer 9.5 der Anlage 4 zur FeV ist nur auf Abhängigkeit zu beziehen. Die Fahrerlaubnisbehörde hat bei der Festlegung der Frist für die Vorlage nicht zu berücksichtigen ob eine positive Begutachtung von einem erfüllbaren Abstinenzzeitraum abhängig ist.
VG Cottbus 06.12.2007 2 L 299/07 Drogen - Die Ziffer 9.5 der Anlage 4 zur FeV ist nur auf Abhängigkeit zu beziehen. In diesen Fällen ist ein e einjährige Abstinenz zu fordern. Aufgrund der Tatsache, daß im vorliegenden Fall ein nicht unerheblicher Konsum von harten Drogen über einen Zeitraum von 4 Jahren erfolgte und der Konsum frühestens vor 11 Monaten eingestellt wurde, kann die sofortige Vollziehung der Entziehung aufrecht erhalten bleiben kann.
Anmerkung: Auch das VG Cottbus setzt sich sehr kritisch mit der Auffassung des VGH München auseinander, der generell ein Jahr Abstinenz nach jeglichem Drogenkonsum unter Zugrundelegung der Anlage 4 Nr. 9.5 als angemessen ansieht. Genrell sieht das Gericht - ohne spezielle auf die Beurteilungskriterien abzuheben - eine Abhängigkeit zwischen einen festgestellten Drogenkonsum und dem erforderlichen Abstinenzzeitraums der die Differenzierung zwischen Ungeeignetheit und Eignungszweifeln ausmacht.
VG München 04.12.2007 M 1 K 07-2536 Drogen - Die tägliche Einnahme von Cannabis über einen Zeitraum von 6 Wochen ist ausreichend um von einem regelmäßigen Konsum ausgehen zu können. Zur Erlangung der Fahreignung ist der Nachweis einer einjährigen Abstinenz erforderlich
OVG Münster 03.12.2007 16 B 749/07

Drogen - Läßt ein Befragter nur Deutungen zu seinem Konsumverhalten zu und erklärt sich nicht eindeutig hinsichtlich eines nur einmaligen Konsums von Cannabis ist mindestens die Anordnung einer fachärztlichen Begutachtung zulässig. Inwieweit ein Schluss auf die Nichteignung zulässig ist, läßt das Gericht offen

Verfahren: Es ist zulässig nur eine bestimmte Stelle für die Abgabe der Blut- und Urinprobe zu benennen um die gewählte kurze Frist zur Abgabe der Proben zu gewährleisten.

OVG Hamburg 20.11.2007 3 So 147-06 Verfahren - Einen rechtlichen Widerspruch zwischen den Vorschriften der §§ 24 a Abs. 2, 25 Abs. 1 Satz 2 StVG (Anordnung eines Fahrverbots) und den Vorschriften über die Entziehung der Fahrerlaubnis wegen mangelnder Eignung bei Betäubungsmittelkonsum nach § 46 Abs. 1 FeV in Verbindung mit Nr. 9.1 der Anlage 4 besteht nicht.
VGH Mannheim 15.11.2007 10 S 1272/07 Drogen - Ab einer THC-Konzentration von 1 ng/ml ist von einer Beeinträchtigung der Fahreignung auszugehen.
Anmerkung: In dieser Entscheidung finden sich Ausführungen zur sogenannten "Masstricht-Studie" und Bewertung des THC-Wertes.
VG Neustadt 07.11.2007 3 L 1381/07 Drogen -
VG Gelsenkirchen 07.11.2007 7 L 1095/07 Drogen - Wird ein zu Recht angeordnetes Drogenscreening nicht innerhalb der gesetzten Frist von 8 Tagen erstellt , ist die Fahrerlaubnisbehörde berechtigt die Fahrerlaubnis unter Anwendung von § 11 Abs.8 FeV zu entziehen.
VG Freiburg 06.11.2007 1 K 892/07 Drogen - Hinreichende Verdachtsmomente - hier der Besitz von 4,05g Mariuhana, 1,3g Haschisch und 2,87 g Tabak-Marihuana-Gemisch und Verweigerung von Angaben über das konsumverhalten - für einen mehr als gelegentlichen Konsum von Cannabis rechtfertigen die Anordnung eines ärztlichen Gutachtens.
VGH München 06.11.2007 11 CS 07.1069 Drogen - Im Falle einer Substitutionstherapie mit L-Polamidon (Levomethadon), entsprechenden Einlassungen des Betroffenen, daß die Voraussetzungen der Begutachtungs-Leitlinien trotz einer Substitution fahrgeeignet zu sein rechtfertigen das Absehen von der Entziehung der Fahrerlaubnis, machen allerdings die Anordnung einer med.-psy. Begutachtung erforderlich. Wird diese verweigert, ist die Entziehung der Fahrerlaubnis einzuleiten.
VGH München 30.10.2007 11 CS 07.942 Drogen -
VG Neustadt 29.10.2007 3 L 1264/07 Drogen -  Der einmalige Konsum von Cocain - nachgewiesen durch ein rechtsmedizinisches Gutachten - ist ausreichend für die Annahme der Ungeeignetheit und damit verbundenen Entziehung der Fahrerlaubnis
VG Neustadt 23.10.2007 3 L 1267/07 Drogen -  Der einmalige Konsum von Cocain - nachgewiesen durch ein rechtsmedizinisches Gutachten - ist ausreichend für die Annahme der Ungeeignetheit und damit verbundenen Entziehung der Fahrerlaubnis
VG München 22.10.2007 M 6a K 06.3142 Drogen - Der regelmäßige Konsum von Cannabis und der vereinzelte Cocain-Konsum im Jahr 2004 rechtfertigt auch im Jahr 2007 die Anordnung einer med.-psy. Begutachtung.
VG Potsdam 19.10.2007 10 L 703/07 Drogen - Grundsätzlich ist eine med.-psy. Begutachtung erforderlich, wenn eine Trunkenheitsfahrt erfolgte, welche die Anforderungen der Anlage 4 Nr.9.2.2 erfüllt. Nur in begründeten Ausnahmefällen ist die sofortige Vollziehung angemessen. Ansonsten ist davon auszugehen, dass ein Fahrerlaubnisinhaber unter dem Eindruck des Verkehrsverstoßes eine sofortige dauerhafte Verhaltensänderung vornimmt. Damit würde bei entsprechender Stabilität die Rückfallgahr nicht mehr bestehen.
Anmerkung: Das VG setzt sich in dieser Entscheidung kontrovers mit der Ansicht des VGH München auseinander, dass in den Fällen der Anlage 4 Nr.9.2.2 entsprechend Anlage 4 Nr.9.5 grundsätzlich ein Jahr Abstinenz zu fordern ist.
VG Neustadt 19.10.2007 3 L 1213/07 Drogen - Eignungsüberprüfung bei der Einnahme von Diazepam als Arzneimittel. Es ist zulässig einen Diazepamkonsumenten mittels einer med.-psy. Begutachtung zu überprüfen, wenn es Anlass für die Annahme gibt, dass der Betroffene nicht verantwortlich mit der Medikamentation umgeht.
VG München 10.10.2007 M 6b S 07.4094 Drogen - Wurde im Straßenverkehr ein Fahrzeug zwischen 1 und 2 ng/ml geführt und liegt gelegentlicher Cannabiskonsum vor ist eine med.-psy. Begutachtung anzuordnen.
VG Neustadt 08.10.2007 3 K 617/07 Drogen - Zur Problematik der fachärztlichen Begutachtung zur Statusbestimmung des tatsächlichen Drogenkonsums. Selbst bei unglaubwürdigen Angaben eines Betroffenen bei der fachärztlichen Begutachtung ist eine anschließende med.-psy. Begutachtung mangels Rechtsgrundlage nicht zulässig
VG Neustadt 25.09.2007 3 L 1152/07 Drogen - Die Fristsetzung von 2 Tagen für die Erstellung eines Drogenscreenings ist zulässig und unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse angemessen.
VG Freiburg 20.09.2007 1 K 1764/07 Drogen - Von einem gelegentlichen Cannabiskonsum ist auch immer dann auszugehen, wenn der Betroffene sich nicht ausreichend und nachvollziehbar einläßt, dass es sich in seinem Fall um einen einmaligen Konsum gehandelt hat oder einen Konsum der nach einer langjährigen Abstinenz stattgefunden hat. 
VG Saarlouis 13.09.2007 10 L 1006/07 Drogen - Ein dauernder oder gewohnheitsmäßiger Konsum ist ab einer THC-COOH-Konzentration von 75 ng/ml annehmbar stellt aber keinen Beweis dar. Ein toxikologisches Gutachten über das Blut ist kein ärztliches Gutachten im Sinne von § 14 Abs.1 S.1 Nr.2 FeV sondern es bedarf zum Nachweis der Voraussetzungen der Anlage 4 Nr.9.2.2 weiterer Aufklärungen.
Anmerkung: Das VG bezieht sich bei der Bewertung der THC-COOH-Wertes auf eine Entscheidung des OVG des Saarlandes aus dem Jahr 2002 und legt 75 ng/ml als untere Grenze für den regelmäßigen Konsum fest. Im vorliegenden Fall hätte der Nachweis des gelegentlichen Konsums ausgereicht. Die Meinung, daß ein toxikologisches Gutachten keine Einschätzung der Ergebnisse eines Blutscreenings zuläßt findet sich in der Rechtsprechung ansonsten nur sehr selten.
VGH München 07.09.2007 11 CS 07.898 Drogen -
VGH Kassel 03.09.2007 2 TG 1061/07 Drogen -
VG Ansbach 03.09.2007 AN 10 K 07.02229 Drogen -
VGH München 20.08.2007 11 ZB 07.1271 Drogen - Der Nachweis des gelegentlichen Konsums und ein auf Kokain positiver Drogenschnelltest ist ausreichend um gemäß Anlage 4 Nr.9.2.2 (gelegentlicher Konsum und Konsum anderer psychoaktiv wirkender Stoffe) Bedenken an der Eignung eines Fahrerlaubnisinhabers zu begründen und eine med.-psy. Begutachtung anzuordnen. Der positive Schnelltest stellt eine weitere Tatsache im Sinne der Fahrerlaubnis dar.
VG Freiburg
02.08.2007
1 K 993/07
Drogen - Kommt der Gutachter bei einer fachärztlichen Begutachtung zum Ergebnis, daß eine exakte Diagnose des Drogenkonsumverhaltens aufgrund der anzuzweifelnden Angaben des Betroffenen nicht möglich ist , kommt der Betroffene seiner Mitwirkungsobliegenheit nicht nach. Nachdem auch die Möglichkeit aufgrund der unglaubhaften Angaben ein med.-psy. Gutachten beizubringen abgelehnt wurde, mußte die Verwaltungsbehörde weiterhin von der Nichteignung ausgehen.
Anmerkung: Diese Entscheidung setzt sich mit einem Sachverhalt auseinander , der nicht selten in den Fällen der Aufklärungsmassnahmen des tatsächlichen Konsumverhaltens nach Besitz von harten Drogen oder "einmaligem" Konsum von Cannabis auftritt, indem das fachärztliche Gutachten aufgrund der mangelhaften Mitwirkung oder unglaubwürdigen Angaben der zu Untersuchenden zu keinem Ergebnis hinsichtlich der Fragestellung kommen kann, aber dennoch nachvollziehbar ist. im vorliegenden Fall wurde als Anschluss untersuchung eine med.-psy. Begutachtung in Erwägung gezogen . Dieser Vorgehensweise konnte sich das entscheidende Gericht anscheinend anschließen. Nicht so das VG Neustadt in seiner Entscheidung vom 08.10.2007 in einem gleichgelagerten Sachverhalt
VG Chemnitz 01.08.2007 2 K 819/07 Drogen -
VG Neustadt
24.07.2007
3 L 771 / 07
Drogen - 254 ng/ml begründen eindeutig den regelmäßigen Konsum von Cannabis. Bei regelmäßigem Konsum geht das VG von einer Notwendigkeit eines einjährigen Abstinenznachweises. (Anmerkung: Nach den einer Begutachtung zugrunde zu legenden Beurteilungskriterien müßte im Regelfall entsprechend Hypothese D3 von einem Zeitraum von ca. 6 Monaten ausgegangen werden.)
VGH Mannheim 24.07.2007 10 S 306/07 Drogen - Das Gericht setzt sich mit der Frage auseinander inwieweit Messungenauigkeiten bei der Bewertung der unteren Eingriffsschwelle von 1 oder 2 ng/ml THC zu bewerten sind. 
OVG Münster
09.07.2007
16 B 907 / 07
Drogen - Fehlendes Trennungsvermögen nach Anlage 4 Nr.9.2.2 kann nicht nur am festgestellten THC-Wert festgemacht werden. Auch Aus- und Auffallerscheinungen können einen Hinweis auf fehlende Eignung begründen.
Die Kombination eines THC-Wertes von 1,4 ng/ml und drogenbedingte Aus- oder Auffallerscheinungen rechtfertigen die Anordnung einer med.-psy. Begutachtung oder Entziehung der Fahrerlaubnis
OVG Schleswig
06.07.2007
4 MB 46/07
Drogen - Zulässigkeit eines ärztlichen Gutachtens zur Bestimmung des Konsumverhaltens nach einer Drogenfahrt mit 0,87 ng/ml THC
VGH Mannheim 03.07.2007 10 S 961/07 Drogen -
VG München 03.07.2007 M 6a S 07.1791 Drogen - Die einmalige Einnahme von Cocain rechtfertigt nach entsprechendem Zeitablauf die Anordnung einer med.-psy. Begutachtung und bei Weigerung ein solches anfertigen zu lassen die Entziehung der Fahrerlaubnis nach
§ 11 Abs.8 FeV
VGH München 02.07.2007 11 ZB 06.178 Drogen - Wird die Verwertbarkeit von abgegebenen Urinproben durch Manipulation unverwertbar gemacht, ist
§ 11 Abs.8 FeV anwendbar, da analog eine Sachverhaltsaufklärung vereitelt wird. Dies ist mit einer Weigerung der Erstellung eines Gutachtens gleichzusetzen, da der Betroffene seiner Mitwirkungspflicht nicht nachkommt. 
VG Karlsruhe
27.06.2007
1 K 1737 / 07
Drogen - Alleine die Annahme eine Ecstasy-Tablette konsumiert zu haben ist ausreichend um eine Eignungsüberprüfung mittels einer med.-psy. Begutachtung anzuordnen, da der Betroffene gezeigt hat, dass er nicht grundsätzlich abgeneigt ist Betäubungsmittel in Form von Amphetaminen zu konsumieren. Hier ist eine analoge Anwendung des § 14 Abs.2 Nr.2 FeV gegeben.
VG Gelsenkirchen 18.06.2007 7 L 560/07 Drogen - Die einmalige Einnahme von Kokain ist eignungsausschließend auch wenn kein Fahrzeug unter der Wirkung der Droge geführt wurde.
VG Gelsenkirchen 15.06.2007 7 L 569/07 Drogen - Die einmalige Einnahme von Kokain ist eignungsausschließend auch wenn kein Fahrzeug unter der Wirkung der Droge geführt wurde.
VGH München 04.06.2007 11 CS 06.2806

Drogen - Eine Rückrechnung von THC-Werten ist aufgrund mehrerer wissenschaftlicher Erkenntnisse problematisch. Wird von den Betroffenen die Wiedergewinnung der Eignung geltend gemacht, sind daran keine hohen Anforderungen - z.B. Beweismittel - zu stellen, sondern im Regelfall die entsprechenden Sachverhaltsaufklärungsmaßnahmen in die Wege zu leiten.
Anmerkung: In diesem Beschluss finden sich umfangreiche Quellen zum Thema "THC-Abbau"

Verfahren - Ist die verfahrensrechtliche Einjahresfrist innerhalb des Widerspruchsverfahrens verstrichen ist in lfd. Verfahren durch die Fahrerlaubnisbehörde ein entsprechendes Gutachten anzuordnen

VGH München 31.05.2007 11 C 06.2695 Drogen - Ohne Nachweis einer ärztlichen Verordnung von Ritalin als Medikament findet automatisch Anlage 4 Nr.9.1 zur FeV Anwendung
Die Einlassung einer unbewussten Drogenaufnahme in einer Diskothek erfordert die Darlegung der näheren Umstände.
Anmerkung: Das Gericht macht in dieser Entscheidung detaillierte Ausführungen zur Thematik der Verbindungen zwischen Ritalin, Amphetamin, Methamphetamin und Methylphenidat
VGH München 30.05.2008 11 CS 08.127 Drogen -
OVG Magdeburg 30.05.2007 1 M 34/07 Drogen - Um von einer Beeinträchtigung der Fahreignung nach Anlage 4 Nr.9.2.2 ausgehen zu können muß zumindest 1 ng/ml THC nachgewiesen worden sein. Ansonsten kann objektiv nicht von einer Teilnahme am Straßenverkehr unter dem Einfluss von Cannabis ausgegangen werden.
VG Gelsenkirchen 29.05.2007 7 L 474/07 Drogen - Ab 1 ng/ml THC kann von der Beeinträchtigung der Fahreignung ausgegangen werden
VG Schleswig
25.05.2007
3 B 66/07
Drogen - liegt der THC-Wert knapp unter 1 ng/ml (über diesen Wert ist von einer fehlenden trennung von Konsum und Fahren auszugehen) une verweigert der Betroffene Einlassungen zu seinem Konsumverhalten, kann die Fahrerlaubnisbehörde ein fachärztliches Gutachten zur Abklärung des tatsächlichen Konsumverhaltens anordnen und bei Verweigerung desselben die Fahrerlaubnis entziehen.
VGH Mannheim
16.05.2007
10 S 608 / 07
Drogen - "... Die Art und Weise des Konsums von Cannabis - hier die behauptete Einnahme im puren Zustand durch eine Pfeife - ist für die Frage des Trennungsvermögens ebenso ohne Belang wie sonstige Begleitumstände, hier die Durchführung einer Fastenkur oder der Umstand, dass im ärztlichen Bericht über die Blutentnahme dem Betroffenen insgesamt ein unauffälliges Verhalten bescheinigt wird. Denn von einem ausreichenden Trennungsvermögen, das eine gelegentliche Einnahme von Cannabis im Hinblick auf die Verkehrssicherheit noch hinnehmbar erscheinen lässt, kann nur gesprochen werden, wenn der Konsument Fahren und Konsum in einer Weise trennt, dass eine Beeinträchtigung seiner verkehrsrelevanten Eigenschaften durch die Einnahme von Cannabis unter keinen Umständen eintreten kann .."
VG Gelsenkirchen 16.05.2007 7 L 403/07 Drogen - Passivrauchen führt nicht zu einer Beeinträchtigung der relevanten Blut- und Urinkonzentrationen.
VG Gelsenkirchen 16.05.2007 7 L 402/07 Drogen - Ab 1 ng/ml THC kann von der Beeinträchtigung der Fahreignung ausgegangen werden . Der Wert von 100 ng/g THC-COOh weist zumindest auf einen mehr als einmaligen Konsum hin.
OVG Saarland 03.05.2007 1 B 23/07

Drogen - Ab einem Wert von 2 ng/ml kann von einem Cannabiseinfluss der Kraftfahreignung ausgegangen werden. Die Anordnung eines Haar- und Urinscreenings innerhalb einer fachärztlichen Begutachtung ist angemessen.

Verfahren - Die Auswahl einer bestimmten Begutachtungsstelle für die Haar- und Urinanalyse ist zulässig, wenn nur diese die entsprechenden forensichen Standards gewährleistet. Es bleibt dem Betroffenen überlassen ggf. eine andere Untersuchungsstelle zu benennen, die ebenfalls diese Standards erfüllt.

VG Chemnitz 02.05.2007 2 K 272/07 Drogen -
VG Augsburg 26.04.2007 Au 3 K 06.00912 Drogen - Der Nachweis des gelegentlichen Konsums und ein auf Kokain positiver Drogenschnelltest ist ausreichend um gemäß Anlage 4 Nr.9.2.2 (gelegentlicher Konsum und Konsum anderer psychoaktiv wirkender Stoffe) Bedenken an der Eignung eines Fahrerlaubnisinhabers zu begründen und eine med.-psy. Begutachtung anzuordnen.
VG München 23.04.2007 M 6a S 07.1269

Drogen - Die Tatsache eines 2-3maligen Konsums von Cannabis und der Beruf eines Busfahrers, der fast täglich beruflich im Einsatz ist rechtfertigt die Überprüfung der Eignung, da es fraglich erscheint, dass der Betroffene nicht unter Cannabiseinfluss ein Fahrzeug führt. Die Anordnung einer med.-psy. Begutachtung ist in dieser Konstellation ermessensfehlerfrei.

Verfahren - Eine Bindungswirkung der Verwaltung nach § 3 Abs.3 StVG liegt nicht vor, wenn in einem Straf-Verfahren wegen Anbau, Herstellung und Handeltreibens mit Betäubungsmitten keine Entziehung der Fahrerlaubnis in Betracht kommen kann, da kein Fahrzeug zum Transport im Einsatz war.

VG Neustadt 16.04.2007 3 K 1779/06 Drogen -Die Regelungen der Anlage 4 Nr. 9.2.1 und Nr. 9.2.2 der FeV finden auch Anwendung für das Führen von erlaubnisfreien Kraftfahrzeugen. Bei Vorliegen eines THC-COOH-Wertes von 284 ng/ml ist von regelmäßigem Konsum von Cannabis auszugehen und das Führen erlaubnisfreier Fahrzeuge nach § 3 Abs.1 FeV zu untersagen 
VG Schleswig
16.04.2007
3 B 40 / 07
Drogen - 81 ng/ml THC-COOH weisen auf gelegentlichen Cannabiskonsum hin
VGH München
29.03.2007
11 CS 06.2913
Drogen - Abhängigkeit von Cannabis

Verfahren - Der Ablauf der " verfahrensrechtlichen Jahresfrist" hinderte die Entziehung der Fahrerlaubnis ohne Überprüfung der Eignung durch eine med.-psy. Begutachtung.
Zwischen der Aufforderung zur Urinabgabe und der Abgabe dürfen maximal 2 Tage liegen um einer temporären Abstinenz vorzubeugen.
Anmerkung: Hier finden sich umfangreiche Angaben zur Aussagekraft von Drogenschnelltests und Anforderungen an Drogenscreenings.
VG Saarlouis 16.03.2007 10 L 102/07 Drogen -
OVG Münster
15.03.2007
16 A 4487/04
Drogen - Der Erwerb von ca. 40 Konsumeinheiten Cannabis lassen Bedenken hinsichtlich regelmäßigen Konsums von Cannabis zu
Anmerkung: Diese Entscheidung enthält interessante Ausführungen zum Thema "Brutto- / Nettogewicht" und wie Mengen in Konsumeinheiten umgerechnet werden können.
OVG Münster
15.03.2007
16 A 3899/05
Drogen - Der Erwerb von ca. 50 Konsumeinheiten Cannabis lassen Bedenken hinsichtlich regelmäßigen Konsums von Cannabis zu
Anmerkung: Auch diese Entscheidung enthält interessante Ausführungen zum Thema "Brutto- / Nettogewicht" und wie Mengen in Konsumeinheiten umgerechnet werden können.
VGH München 14.03.2007 11 CS 06.2043 Drogen - Der Nachweis des gelegentlichen Konsums und ein auf Kokain positiver Drogenschnelltest ist ausreichend um gemäß Anlage 4 Nr.9.2.2 (gelegentlicher Konsum und Konsum anderer psychoaktiv wirkender Stoffe) Bedenken an der Eignung eines Fahrerlaubnisinhabers zu begründen und eine med.-psy. Begutachtung anzuordnen.
VG Ansbach 07.03.2007 AN 10 K 06.03913 Drogen - Auszug: "...Soweit der Kläger hierzu vorbringt, dass ihm dies schon wegen der in den Begutachtungsleitlinien enthaltenen Fristen (für Abstinenznachweisdauer bzw. für die vorzulegenden Untersuchungsergebnisse) nicht möglich sei, geht der Kläger von dem unzutreffenden Ansatz aus, dass einem Betroffenen die Fristen und Bedingungen einzuräumen seien, welche eine positive Begutachtung nicht von vorneherein ausschließen. Es mag zwar durchaus sein, dass eine positive Begutachtung in derartigen Fällen grundsätzlich und auch für den Kläger unter anderem erst nach einem Nachweis einer längeren Abstinenzzeit möglich sein wird. Hierauf - und somit auf eine künftige Eignung - ist jedoch nicht abzustellen, sondern auf eine zur Anordnung zeitnahe Erfassung des Eignungsstatus des Betroffenen. ..."
OVG Münster 06.03.2007 16 B 332/07 Drogen - Zur Bewertung des einmaligen Konsum von Drogen außer Cannabis
OVG Magdeburg 28.02.2007 1 M 219/06

Drogen - Erfolgt ein Drogenkonsum nach substanziierten Einlassungen des Betroffenen unwissentlich, darf nicht vom Regelfall der Ungeeignetheit ausgegangen werden. Vor allem dann nicht, wenn diese Angaben unmittelbar bei der Vernehmung auf der Polizeidienststelle gemacht werden.

VGH München 27.02.2007 11 CS 06.3132 Drogen - Zur Gutachtenanordnung beim Konsum harter Drogen in der Beurteilung einer Fristsetzung zur Beibringung der erforderlichen med.-psy. Begutachtung
VG Ansbach
26.02.2007
AN 10 K 06.02345
Drogen - Aus einem Wert von 107 ng/ml ergibt sich der gelegentliche Konsum von Cannabis.
Anmerkung: Zugrunde gelegt wird in diesem Fall die Auffassung des VGH München, daß erst ab 100 ng/ml von einem gelegentlichen Konsum ausgegangen werden kann.
VGH Mannheim
21.02.2007
10 S 2302/06
Drogen - 58,8 ng/ml THC-COOH stellen keine verläßliche Aussage über die Möglichkeit eines gelegentlichen Konsums von Cannabis dar. Erkenntnisse aus früheren Jahren (10 Jahre zurückliegend) über mehrere zurückliegende Feststellungen bzgl. Cannabiskonsum und vorliegenden Zweifeln an einer langjährigen vollständigen Abstinenz führen in der Gesamtschau zur Einschätzung des gelegentlichen Konsums
VG München 19.02.2007 M 6b S 07.311 Drogen - Der einmalige Konsum von sogenannten harten Drogen rechtfertigt die Annahme der Ungeeignetheit innerhalb eines Jahres nach dem letzten Konsum und im Anschluss die Eignungsüberprüfung durch eine med.-psy. Begutachtung
VG Gelsenkirchen 14.02.2007 7 L 63/07 Drogen - Das Führen eines Kraftfahrzeuges unter Cannabis begründet die fehlende Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen.
Anmerkung: Auch in dieser Entscheidung ist nicht nachzuvollziehen, warum das entscheidende Gericht hier von gelegentlichem Konsum ausgeht.
VG Gelsenkirchen
14.02.2007
7 L 61 / 07
Drogen - Einen passiver Konsum von Cannabis und Kokain (165 ng/ml) durch einen 20minütigen Aufenthalt in einer Toilette einer türkischen Teestube bzw. ein mehrstündiger Aufenthalt in einem Pkw mit zwei Arbeitskollegen, welche die ganze Zeit geraucht haben zu erklären, geht ins Leere.
VG Leipzig 13.02.2007 1 K 1547/06 Drogen - Macht ein Methadonsubstituierter nachvollziehbar und substanziiert geltend , daß er ein Ausnahmefall nach den Begutachtungs-Leitlinien darstellt, kann die Fahrerlaubnisbehörde nicht sofort von der Ungeeignetheit ausgehen, sondern ist gehalten die Einlassungen des Betroffenen durch eine med.-psy. Begutachtung zu überprüfen.
Anmerkung: Das VG Leipzig hat sich in dieser Entscheidung sehr ausführlich und nachvollziehbar zur Abwägung bei Methadonsubstitutionen geäußert und dargelegt unter welchen Voraussetzungen nicht grundsätzlich von der Ungeeignetheit aufgrund des Konsums eines Betäubungsmittels ausgegangen werden darf.

Verfahren - Eine Empfangsbestätigung mit einem Verzicht auf Rechtsmittel zu versehen ist zum einen als fragwürdig anzusehen, zum anderen kann ein Betroffener hier Inhaltsirrtum geltend machen
VG Regensburg
12.02.2007
RO 5 K 06.2164
Drogen - Alleine der Nachweis einer einjährigen Abstinenz nach regelmäßigem Cannabiskonsum reicht als Eignungsnachweis nicht aus. Es bedarf hinsichtlich des Prognoseerfordernisses einer med.-psy. Begutachtung, auch wenn im Vorfeld ein fachärztliches Gutachten einen aktuellen Konsum verneint.
VG Schleswig
12.02.2007
3 B 12 / 07
Drogen - und wieder setzt sich ein Gericht mit der Bewertung des gelegentlichen Konsums und den damit ggf. erforderlichen Aufklärungsmaßnahmen auseinander
VG Neustadt 09.02.2007 3 L 99 / 07 Drogen - Die Einlassung nur einen "harmlosen Muntermacher" konsumiert haben zu wollen, ist im Entziehungsverfahren wegen Kokainkonsums als Schutzbehauptung zu bewerten 
VG Gelsenkirchen 07.02.2007 7 L 68/07

Drogen - Wird unter Cannabiseinfluß ein Kraftfahrzeug geführt steht die Nichteignung des Betroffenen fest. Dabei kommt es nicht darauf an, ob der Betroffene auch noch alkoholisiert war oder er regelmäßiger Konsument ist.
Anmerkung: In dieser Entscheidung findet sich keinerlei Berücksichtigung der Voraussetzung des gelegentlichen Konsums ?

VG Gelsenkirchen
26.01.2007
7 L 14 / 07
Drogen - Bewertung eigener Aussagen zum Konsumverhalten als Schutzbehauptung
VG Gelsenkirchen
24.01.2007
7 L 1808 / 06
Drogen - Der einmalige Konsum von Kokain führt zur Ungeeignetheit zum Führen von Kraftfahrzeugen
VG Freiburg
22.01.2007
1 K 1978 / 06
Drogen - Ausführliche Darlegung zur Berechnung von Konsumeinheiten
VG München 22.01.2007 M 6a S 06.4691 Drogen - Eine Fahrt unter Cannabis mit einem THC-Wert über 2,0 ng/ml und die persönliche Einlassung des gelegentlichen Konsums rechtfertigen die Anordnung einer med.-psy. Begutachtung wenn der Vorfall länger als ein Jahr zurückliegt und damit der erforderliche Abstinenzzeitraum von mindestens 1 Jahr erfüllt sein könnte.
Anmerkung: Daß die Betroffene zusätzlich Diazepam als Schlaf- bzw. Beruhigungsmittel eingenommen hatte und zum Zeitpunkt der Blutentnahme noch Restmengen festgestellt wurden finden weder in der Begutachtungs-anordnung noch in der Gerichtsentscheidung eine Berücksichtigung.
VG Neustadt 03.01.2007 3 L 1900 / 06

Drogen -  Gelegentlicher Cannabiskonsum wird bei einem Wert zwischen 5,0 ng/ml und 75 ng/ml THC-Carbonsäure und dauernder oder gewohnheitsmäßiger beziehungsweise regelmäßiger Konsum ab einer THC-Carbonsäure-Konzentration von 75 ng/ml angenommen
Anmerkung: Das VG Neustadt verweist bei der Einstufung des Konsumverhaltens aufgrund der THC-COOH-Werte aus dem Verfahren nach § 24a StVG auf die von Himmelreich veröffentliche Verfahrensweise nach "Daltrup".

OVG Koblenz 02.01.2007 10 B 10063/07 Drogen -
VG Aachen
02.01.2007
3 L 645 / 06
Drogen - Wenn bei einer Substitutionsbehandlung mit Buprenorphin (Subutex) keine besonderen Umstände eingebracht werden warum trotzdem im Sinne der Begutachtungs-Leitlinien eine Fahreignung vorliegen könnte, ist von Regelfall auszugehen und die Fahrerlaubnis aufgrund des Konsums eines Betäubungsmittels nach dem Betäubungsmittelgesetzes entsprechend Anlage 4 Nr.9.1 FeV zu entziehen
    2006    
VGH München
07.12.2006
11 CS 06.1350
Drogen - Zur Bewertung des gelegentlichen Konsums
VG Freiburg
06.12.2006
1 K 1798 / 06
Drogen - Verdacht auf regelmäßigen Konsum bei Besitz von Cannabisprodukten
VG Neustadt
01.12.2006
3 L 1778/06
Drogen - Zu den Modalitäten eines Gutachtens zur Bestimmung des Konsumverhaltens - Screening und fachärztliches Gutachten
VGH München
20.11.2006
11 CS 06.118
Drogen - Wie lange kann ein Konsum von Cannabis zurückliegen, damit noch von der Gelegentlichkeit ausgegangen werden kann
OVG Lüneburg
08.11.2006
12 ME 274/06
Drogen - Regelmäßiger Cannabiskonsum
VG Neustadt
27.10.2006
3 L 1596/06
Drogen - Zu den Modalitäten eines Gutachtens zur Bestimmung des Konsumverhaltens - Screening und fachärztliches Gutachten Verfahren - Bewertung der Regelungen des § 11 Abs.8 bei der Anordnung von fachärztlichen Gutachten
VG Dessau
02.10.2006
2 B 150/06
Drogen - Der alleinige Besitz von Cannabis rechtfertigt alleine nicht die automatische Annahme der Ungeeignetheit nach einer zuvor positiven Eignungsaussage durch ein med.-psy. Gutachten
VGH München
14.09.2006
11 CS 06.1475
Drogen - Die Bewertung eines gelegentlichen Konsums von Cannabis bei einer längeren (1 Jahr) Konsumpause
VGH München
04.09.2006
11 CS 05.1579
Drogen - 17 ng/ml reichen nicht aus, um von gelegentlichem Konsum von Cannabis ausgehen zu können. Zu den Anforderungen an ein fachärztliches Gutachten zur Statusbestimmung des Konsumverhaltens.
VGH München
16.08.2006
11 CS 05.3394
Drogen - Zur Bewertung der THC-Carbonsäure in Bezug auf das Konsumverhalten
VGH München
09.08.2006
11 CS 05.2009
Drogen - Führen eines Kraftfahrzeugs mit einer unter 1,0 ng/ml Blut liegenden THC-Konzentration;
VG Stuttgart
31.07.2006
10 K 2124/06
Drogen - Zur Bewertung des gelegentlichen Konsums in Bezug zur Anlage 4 Nr.9.2.2 - 91,4 ng/ml steht nicht unbedingt für einen gelegentlichen Konsum
VG Stuttgart
27.07.2006
10 K 1946/06
Drogen - Die Einlassung , thc-haltige Schokokekse konsumiert zu haben wird als Schutzbehauptung gewertet.
OVG Magdeburg
18.07.2006
1 M 64 / 06
Drogen - Bewertung des gelegentlichen Konsums von Cannabis
VG Neustadt
22.06.2006
3 L 916 / 06
Drogen - Annahme des gelegentlichen Konsums bei 885 ng/ml THC-COOH und Entzug der Fahrerlaubnis nach Anlage 4 Nr.9.2.2
VG Neustadt
01.06.2006
3 L 753 / 06
Drogen - Entzug der Fahrerlaubnis nach Anlage 4 Nr.9.1 i.V. m. § 46 FeVaufgrund eines acht Monate zurückliegenden Konsum unterschiedlicher Drogen
VGH Mannheim
09.05.2006
10 S 530/06
Drogen - das fehlende Trennungsvermögen im Sinne von Nr.9.2.2 der Anlage 4 zur Fahrerlaubnisverordnung nachgewiesen,wenn wie vorliegend, eine THC-Konzentration von mindestens 1,0 ng/ml festgestellt worden ist.
VGH München
04.04.2006
11 CS 05.3214
Drogen - "...Bei Personen, die sich in einer lege artis durchgeführten Methadonsubstitution befinden kann in Einzelfällen die Fahreignung zu bejahen sein ..."
VGH Mannheim
27.03.2006
10 S 2519/05
Drogen - Fehlendes Trennungsvermögen kann erst ab 1 ng/ml angenommen werden
OVG Koblenz
27.03.2006
10 B 10397/06
Drogen -
OVG Saarlouis
27.03.2006
1 W 12/06
Drogen - Methadon - Zur Feststellung der Eignung bedarf es eines med.-psy. Gutachtens
VGH München
27.03.2006
11 CS 05.1559
Drogen - Zur Bewertung von THC-COOH-Werten hinsichtlich der Einstufung ob einmaliger oder gelegentlicher Konsum vorliegt.
VG Meiningen
17.03.2006
2 E 96 / 06
Drogen - Zur Bewertung von THC-COOH-Werten zur Einschätzung des Konsumverhaltens
OVG Koblenz
09.03.2006
10 E 10099/06
Drogen - Voraussetzungen für Anlage 4 Nr.9.2.2 - Anordnung einer med.-psy. Begutachtung als Eignungsnachweis erforderlich
VGH München
08.03.2006
11 CS 05.1572
Drogen - Eignungsausschluss durch den Konsum von MDMA
VGH München
08.03.2006
11 CS 05.1678
Drogen - Gelegentlicher Cannabiskonsum - Anordnung fachärztliches Gutachten
OVG Lüneburg
08.03.2006
12 ME 53/06
Drogen - Keine Anwendung der Entscheidung des BVerfG hinsichtlich Cannabis auf sogenannte harte Drogen
VG Aachen
07.03.2006
3 L 114 / 06
Drogen - Konsum von Ecstasy ausreichend für Annahme der Ungeeignetheit ohne Bezug zum Strassenverkehr
VGH München
06.03.2006
11 CS 05.1979
Drogen - Heroin
VGH München
23.02.2006
11 CS 05.1968
Drogen - Zur Bewertung eines sogenannten unbewußten Konsums von Ecstasy
VG Trier
22.02.2006
2 L 142/06
Drogen - Der einmalige Konsum von Amphetamin und Kokain schließt die Fahreignung aus. Auch ohne Bezug zum Strassenverkehr.
VG Düsseldorf
15.02.2006
6 K 3761 / 05
Drogen - "...Aufgrund der Gesamtumstände des Auffindens des Kokains am 18. Juni 2003 - Menge der Droge, Versteck in einer Socke des Klägers - und im Hinblick auf die Einlassung des Klägers vor der Polizei am 25. Juli 2003 lagen hier Tatsachen vor, die die Annahme begründeten, dass der Kläger Kokainkonsument war. Für diesen Fall sieht § 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 FeV zwingend die Anordnung vor, ein ärztliches Gutachten beizubringen, ohne dass dem Beklagten insoweit ein Ermessensspielraum eingeräumt ist. ..."
VGH München
14.02.2006
11 ZB 05.1406
Drogen - "...Methamphetamin und Amphetamin, die in der dem Kläger am 14. August 2003 entnommenen Blutprobe nachgewiesen wurden, sind Betäubungsmittel im Sinn des Betäubungsmittelgesetzes (vgl. § 1 Abs. 1 BtmG, Anlage III zu § 1 Abs. 1 BtmG). Deshalb kann dahinstehen, ob die beim Kläger festgestellte Amphetaminkonzentration auf die Einnahme dieses Betäubungsmittels oder auf die Verstoffwechselung des eingenommenen Methamphetamins zu Amphetamin zurückzuführen ist. ..."
OVG Koblenz
14.02.2006
10 B 10085/06
Drogen - einmaliger Konsum von Amphetamin reicht aus, um von einer Ungeeignetheit ausgehen zu können.
VGH Mannheim
10.02.2006
10 S 133/06
Drogen - Wenn bei einem Parallelkonsum von Cannabis und Alkohol vom Führen eines Kraftfahrzeug bewusst Abstand genommen wurde, begründet das im Sinne der Vorbemerkung Nr. 3 der Anlage 4 zur FeV keine Ausnahme von der aus Nr. 9.2.2 der Anlage 4 resultierenden fehlenden Fahreignung.
VG Sigmaringen
09.02.2006
7 K 55/06
Drogen - Wurde ein THC-Wert von 2 ng/ml erreicht ist bei einer Fahrt von Eignungszweifeln auszugehen.
OVG Münster
07.02.2006
16 B 1392/05
Drogen - Ausführungen zum 2ng-Grenzwert bei THC im Überprüfungsverfahren
VGH München
25.01.2006
11 CS 05.1711
DAR 07/2006
Drogen - Unterschiedliche Überprüfungsmassnahmen bei 1 oder 2 ng/ml THC
VGH München
25.01.2006
11 CS 05.1453
Drogen - Zur Differenzierung von Cannabis-Konsumverhalten unter Heranziehung der THC und THC-COOH-Werte
VG Freiburg
09.01.2006
1 K 1914/05
Drogen - Zur Problematik der Einschätzung von THC und THC-COOH-Werten zur Bestimmung des Konsumverhaltens
VG Neustadt
06.01.2006
3 L 2342/05
Drogen - Der einmalige Konsum eines Betäubungsmittel nach dem BtMG rechtfertigt die Annahme der Ungeeignetheit nach Anlage 4 Nr.9.1
VG Aachen
05.01.2006
3 L 821 / 05
Drogen - Die Werte im Überprüfungsverfahren NRW können nicht auf eine tatnahe Blutentnahme übertragen werden.
    2005    
VG Stuttgart
23.12.2005
10 K 3224 / 05
Drogen - Überprüfung der Eignung / Feststellung der Nichteignung nach Mischkonsum von Alkohol und Cannabis (Anlage 4 Nr.9.2.2)
OVG Hamburg
15.12.2005
3 Bs 214/05
Drogen - Die gelegentliche Einnahme von Cannabis i.S. des § 14 I 4 FeV liegt schon dann vor, wenn ein einmaliger Konsum dieser Droge festgestellt worden ist. Die Fahrtüchtigkeit kann schon bei einer THC-Konzentration von 1,0 ng/ml im Blut eingeschränkt sein.
VG Neustadt
15.12.2005
3 L 2108/05
Drogen - Allgemeine Ausführungen zum Umgang mit Cannabiskonsum
VGH München
13.12.2005
11 CS 05.1350
Drogen - Bewertung der unwissentlichen Einnahme - Frist zur Beibringung eines fachärztlichen Gutachtens nach Drogenkonsum
OVG Saarlouis
12.12.2005
1 W 16/05
Drogen - "...Wer Betäubungsmittel eingenommen hat, gewinnt die Eignung nicht schon mit dem ersten Abstandnehmen von weiterem Konsum zurück. Ein Nachweis der (wiedererlangten) Eignung setzt nicht nur eine positive Veränderung der körperlichen Befunde, sondern auch einen stabilen Einstellungswandel voraus, der es wahrscheinlich macht, dass der Betroffene auch in Zukunft die notwendige Abstinenz einhält, ..."
VG Stuttgart
29.11.2005
3 K 2989/05
Drogen - 1 ng/ml THC als Voraussetzung für die Eignungsaussage
VGH München
16.11.2005
11 CS 05.1726
Drogen - Berechtigung einer Gutachtensanordnung
VGH München
17.10.2005
11 C 05.1810
Drogen - Die Feststellung von Cannabiskonsum anläßlich einer med.-psy. Begutachtung mit einer Alkoholmissbrauchsfragestellung begründet alleine für sich keine Eignungszweifel.
OVG Koblenz
04.10.2005
7 A 10667/05
Drogen - bereits der einmalige Konsm von Amphetamin und Führen eines Kraftfahrzeuges führt zur Ungeeignetheit nach Anlage 4 Nr. 9.1.
VG Sigmaringen
30.09.2005
9 K 394 / 04
Drogen - Zumindest ab einem Grnzwert von 1 ng/ml kann von einem mangelnden Trennungsvermögen ausgegangen werden.
OVG Saarlouis
20.09.2005
1 W 12/05
Drogen -
VGH Mannheim
12.09.2005
10 S 1642 / 05
Drogen - Ab einer THC-Konzentration von 2 ng/ml ist von einer Beeinträchtigungsmöglichkeit beim Führen eines Fahrzeuges auszugehen.
VG Münster
01.09.2005
10 K 316 / 05
Drogen - Der Besitz von 12 gr. Cannabis begründet Eignungsbedenken hinsichtlich des regelmäßigen Konsums von Cannabis
VG Neustadt
24.08.2005
3 L 1279 / 05
Drogen - 1 ng/ml THC als unterer Wert als Hinweis auf mangelndes Trennungsvermögen - Anwendung der "Daltrup-Tabelle" für die Bewertung der THC-COOH-Werte eines Verfahrens nach § 24a StVG
VG Schleswig
18.08.2005
3 B 155 / 05
Drogen - 1 ng/ml THC als unterer Wert als Hinweis auf mangelndes Trennungsvermögen - "Einschätzung von Passivrauchen"
VG Neustadt
16.08.2005
3 L 1311 / 05
Drogen - Bewertung der Rücknahme einer Aussage aus dem Strafverfahren im verwalt.-rechtl. Entziehungsverfahren. Einmaliger Konsum vom Amphetamin nach einer med.-psy. Begutachtung
VG Neustadt
12.08.2005
3 L 1230 / 05
Drogen - Eignungsnachweis nach Drogenkonsum entsprechend
§ 14 Abs.2 FeV nur durch eine med.-psy. Begutachtung möglich
VG Wiesbaden
25.07.2005
7 G 746/05
Drogen - Entzug nach einmaligem Konsum von Amphetamin und Führen eines Kraftfahrzeuges bestätigt.
OVG Koblenz
22.07.2005
7 B 10822 / 05
Drogen - Einmaliger Konsum von Amphetamin und Ausfallerscheinungen beim Führen eines Fahrzeuges führen zur Entziehung der Fahrerlaubnis
VG Neustadt
14.07.2005
3 L 1090 / 05
Drogen - Verwertung von Aussagen / Grundlage für die Anordnung eines fachärztlichen Gutachtens
VG Kassel
06.07.2005
2 G 915 / 05
Drogen - Ausreichende und nachvollziehbare Angaben der Betroffenen sind ausreichend um darauf eine Entziehung der Fahrerlaubnis zu stützen.
OVG Hamburg
23.06.2005
3 Bs 87 / 05
Drogen - Der einmalige Konsum von Cannabis ist unter dem gelegentlichen zu subsumieren. Die Anordnung eines vorgeschobenen Drogenscreenings als Bestandteil eines Gutachtens ist zulässig.
VG Frankfurt
22.06.2005
12 E 1471/05
Drogen - Belassung einer Fahrerlaubnis nach Kursempfehlung DRUGS und anschl. Entzug der FE wegen Fahrt unter Cannabis in der Kontrollphase
OVG Hamburg
20.06.2005
3 Bs 72 / 05
Drogen - Mofauntersagung aufgrund Cannabiskonsum - Bewertung der Anlage 4 hinsichtlich der Eignung zum Führen von Mofa
VGH München
20.06.2005
11 CS 05.43
Drogen - Unterschiedliche Behandlung von Cannabis- und Alkoholauffälligen
OVG Koblenz
20.06.2005
7 B 10615 / 05
Drogen - Bewertung von Ausfallerscheinungen beim Führen eines Kfz unter dem Nachweis von Amphetamin
VG Neustadt
13.06.2005
3 K 417 / 05
Drogen - Die Feststellung von 500 ng/ml THC-COOH rechtfertigt die Annahme des gelegentlichen Cannabiskonsums
BVerwG
09.06.2005
3 C 21.04
Drogen - Anwendung des § 65 Abs.9 zum Thema Tilgung und Verwertung von Eintragungen
BVerwG
09.06.2005
3 C 25.04
Drogen - Rückwirkende Anordnung einer MPU
VG München
08.06.2005
M 6b S 05.1905
Drogen -
OVG Schleswig
07.06.2005
4 MB 49 / 05
Drogen -
OVG Schleswig
06.06.2005
4 LB 10 / 04
Drogen - Zur Frage welche Tatsachen zur Bewertung eines Konsumverhaltens herangezogen werden können. Bezug zur Tatsache, dass der Betroffene gewerbsmäßig auf seinen Führerschein angewiesen ist
VG Neustadt
30.05.2005
3 L 844 / 05
Drogen - Der einmalige Konsum von Amphetamin ist für die Annahme der Ungeeignetheit nach Anlage 4 Nr.9.2.2 ausreichend
VGH München
30.05.2005
11 CS 04.1767
Drogen - Keine Ungleichbehandlung zwischen Drogen und Alkohol
VG Augsburg
25.05.2005
Au 3 S 05.413
Drogen - Cannabis, Bewertung des THC-COOH-Wertes entgegen der Auffassung des VGH München
VG Neustadt
23.05.2005
3 K 213 / 05
Drogen - Der Konsum von Amphentamin rechtfertigt die Annahme der Ungeeignetheit
VG Frankfurt
18.05.2005
6 E 6836/04
Drogen - Zu den Voraussetzungen der Annahme des gelegentlichen Konsums von Cannabis
VGH München
13.05.2005
11 CS 05.77
Drogen - Cannabis, weitere Tatsachen im Sinne des § 14 Abs.1 Satz 4 FeV
OVG Schleswig
09.05.2005
4 MB 43/05
Drogen - Bereits die erstmalige Auffälligkeit unter Cannabis im Strassenverkehr begründet zumindest Eignungszweifel
VGH München
09.05.2005
11 CS 04.2526
Drogen - Einjahresfiktion Eignung
VG Sigmaringen
05.04.2005
7 K ????/04
Drogen - Umfangreiche Darstellung zur Bewertung des Konsumverhaltens bei Cannabis anhand der zugrundeliegenden THC-COOH-Werte
VG Ansbach
31.03.2005
AN 10 S 05.00773
Drogen - Für den Eignungsausschluss nach §§ 46 Abs. 1 Satz 2 FeV i. V. m. Ziffer 9.1 der Anlage 4 zur FeV genügt bereits der Nachweis des einmaligen Konsums eines im Betäubungsmittelgesetz angeführten Rauschmittels (außer Cannabis).
VGH München
21.03.2005
11 CS 04.2334
Drogen - Verwertbarkeit von Drogenschnelltests im Entziehungsverfahren wenn andere Tatsachen (eigene Aussagen / Besitz / Konsumgegenstände) einen entsprechenden Betäubungsmittelkonsum untermauern
OVG Bremen
16.03.2005
1 S 58 / 05
Drogen - Ungeeignetheit aufgrund Methadonsubstitution
VG Freiburg
01.03.2005
1 K 151 / 05
Drogen - Zur Bewertung eines Drogengutachtens
VG Braunschweig
23.02.2005
6 B 66 / 05
Drogen - Zur Bewertung der Vorbemerkungen zur Anlage 4
VGH München
21.02.2005
11 CS 04.3526
Drogen - Zur Bewertung von ärztlich festgestellten Auffälligkeiten bei der Blutentnahme und eine n THC-Wert >
1 ng/ml
VG Bayreuth
15.02.2005
B 1 K 04.862
Drogen -Gute Ausführungen zur stufenweisen Herangehensweise an die Überprüfung der Eignung bei den Fällen nach Anlage 4 Nr.9.2.2 -> Reihenfolge fachärztliches Gutachten zur Bestandsaufnahme und bei der Feststellung des gelegentlichen Konsums die nachfolgende Aufforderung zur MPU zur Abklärung des erforderlichen Trennungsvermögens.
VG Neustadt
28.01.2005
3 L 121 / 05
Drogen - Eignungsnachweis bei vorliegendem nicht nachvollziehbarem Gutachten
VGH München
14.01.2005
11 CS 04.3119
Drogen - Cannabis
VG München
10.01.2005
M 6a S 04.5879
Drogen - Überprüfung von Methadon-Substituierten
VG Neustadt
03.01.2005
3 L 2790/04
Drogen - Einmaliger Konsum
         
     

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